S11: Wörter – Wissen – Mehrsprachigkeit

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Symposiumsleitung: Prof. Dr. Peter Rosenberg (Frankfurt/Oder), Prof. Dr. CHristoph Schroeder (Potsdam)
Datum/Raum: Mittwoch, 19.09., und Donnerstag, 20.09., Raum 00.5

Mittwoch, 19.09.

14:00–15:30 Uhr Reyhan Kuyumcu (Flensburg)
(Zweitsprachliche) Wörter, (erstsprachliches) Wissen?
  Beate Lingnau, Ulrich Mehlem und Magdalena Spaude (Bielefeld / Frankfurt/Main)
Erwerb von Wortschreibungen des Deutschen bei mehrsprachigen Kindern im ersten Schuljahr
15:30 Uhr Pause
16:00–17:30 Uhr Till Woerfel (München)
„Der ist von der Röhre rausgegangen“ – Bewegungsereigniskonstruktionen von sukzessiv-bilingualen türkisch-deutschen Jugendlichen
  Seda Yılmaz (Potsdam) und Carol W. Pfaff (Berlin)
Lexical Knowledge of Multilinguals

Donnerstag, 20.09.

09:15–10:45 Uhr Karen Pupp-Spinassé (Porto Alegre)
Der lexikalische Aspekt in einer Sprachkontaktregion Portugiesisch-Deutsch in Brasilien und die sozialen sowie didaktischen Folgen für die heutigen Sprecher
  Gesa Siebert-Ott und Lena Decker (Siegen)
„…seitdem bastelt man an einem neuen Kernlehrplan“ – Ent­wicklung und Förderung akademischer Textkompetenz im Übergang von der gymnasialen Oberstufe zur Hochschule – eine Interventionstudie
10:45 Uhr Pause
11:15 Uhr Plenarvortrag
12:15 Uhr Mittagspause
Führungen durch die Antikensammlung
13:30–15:00 Uhr Christoph Schroeder (Potsdam)
Wörter – Wissen – Mehrsprachigkeit: Interdependenzen zwischen Erst- und Zweitsprache? Methoden- und Datendiskussion

Beschreibung des Symposiums

Das Symposium Wörter – Wissen – Mehrsprachigkeit greift das Thema des GAL-Kongresses im Kontext von Mehrsprachigkeit auf, wobei unter „Mehrsprachigkeit“ hier sowohl individuelle Mehrsprachigkeit im sozialen Kontext (Zwei- und Mehrsprachigkeit und ihre Interaktion mit gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit, d.h. der Gültigkeit mehrerer Sprachen in einer Gesellschaft) als auch der Erwerb von individueller Mehrsprachigkeit (Zweitspracherwerb) gefasst werden soll. Im Kontext von derart verstandener Mehrsprachigkeit stellt sich die Frage nach der Kondensierung von Wissen in Wörtern auf eine besondere Art, da die wissens- oder erfahrungsbasierten Begriffsbildungen auf durch unterschiedliche sprachliche Strukturen gefasste Konzeptualisierungen zurückgreifen können, sich gleichzeitig aber auf der Grundlage mehrsprachiger Ressourcen auch innovative/„abweichende“ Strukturen und Konzeptualisierungen bilden können. Zudem erlaubt die Untersuchung der Prozesse wechselseitiger Beeinflussung der beteiligten Sprachen bei zwei- oder mehrsprachig aufwachsenden Kindern besonders in den Strategien des Wortschatz- und Wortschreibungserwerbs Rückschlüsse auf das Wissen mehrsprachiger Kinder. Im Rahmen des Symposiums Wörter – Wissen – Mehrsprachigkeit werden sich empirisch orientierte Beiträge dem Thema in seinen unterschiedlichen Facetten nähern: Auf der phänomenalen Ebene bilden Themen wie lexikalischer Transfer, spezifische Dynamiken der Wortschatzentwicklung und des Sprachausbaus im Zweitspracherwerb, Wortschreibungsphänomene im Schriftspracherwerb in der Erst- und Zweitsprache sowie Entlehnungen, neue Semantifizierungen und lexikalische Innovation in der ein- und mehrsprachigen Rede einen Zugang zu den Wissensressourcen Mehrsprachiger. Diese Phänomene lassen sich mit den Methoden der Sprachkontakt- und -varietätenforschung, der (Zweit-) Spracherwerbsforschung und der lexikalischen Typologie fassen.

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