S12: Wörter (und Wörterbücher) in der Politik

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Symposiumsleitung: Prof. Dr. Hajo Diekmannshenke (Koblenz), Prof. Dr. Thomas Niehr (Aachen)
Datum/Raum: Mittwoch, 19.09., Raum 2.058

11:00–12:30 Uhr Constanze Spieß (Münster)
Wörter in der Politik
  Jana Reissen (Aachen)
Wörter und Zielgruppen – wie die rechtsextreme Szene im Netz um Zustimmung wirbt
12:30 Uhr Mittagspause
Führungen durch die Antikensammlung
14:00–15:30 Uhr Kornelia Pollmann (Magdeburg)
Von „aufmüpfig“ bis „Wutbürger“. Eine kritische Betrachtung des populären Rankings der „Wörter des Jahres“
  Martin Wengeler (Trier)
Unwörter. Eine medienwirksame Kategorie zwischen linguistisch begründeter und populärer Sprachkritik
15:30 Uhr Pause
16:00–17:30 Uhr Bettina Bock (Halle/Wittenberg)
Fahnen- und Hochwertwörter im Systemumbruch: Semantische Kämpfe ehemaliger Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit nach 1989/90
  Michael Klemm und Sascha Michel (Koblenz)
Der Bürger hat das Wort. Politiker im Spiegel von Userkommentaren in Twitter und Facebook – eine Wortschatzanalyse
  Reserveliste:
Georg Weidacher
(Graz): Zur Verwendung von „Unschuldsvermutung“ im politischen Diskurs Österreichs

Beschreibung des Symposiums

Lange Zeit standen der politische Wortschatz und damit einzelne Wörter und Wortfelder im Zentrum der sprachwissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema „Sprache in der Politik“. Die Ergebnisse finden sich in zahlreichen Einzelveröffentlichungen (Aufsätzen und Monographien), Sammelbänden (z.B. mit dem programmatischen Titel „Wörter in der Politik“) und speziellen Wörterbüchern (z. B. zur Sprache im Nationalsozialismus oder zu einzelnen Phasen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland). Im Laufe der beiden letzten Jahrzehnte verlagerte sich dann der Schwerpunkt mehr in Richtung politische Diskurse und diverse Medienformate (wie z.B. Talkshows), wodurch die Beschäftigung mit dem politischen Wortschatz zurückgegangen ist. Da jedoch weiterhin Wörter in der politischen Kommunikation eine zentrale Rolle spielen, sollte auch deren politolinguistische Untersuchung und Aufbereitung in Zukunft wieder größere Beachtung erfahren. Die Relevanz einer solchen ‚Rückbesinnung‘ wird auch durch das öffentliche Interesse an den alljährlichen ‚Wörter-Wahlen‘ zum „Wort des Jahres“ bzw. zum „Unwort des Jahres“ belegt, die inzwischen auf eine recht lange Tradition zurückblicken können.Darüber hinaus bieten sich weitere mögliche Themen an, wie z.B.

  • die Tradition der Wörterbücher zur politischen Kommunikation
  • Schlagwörter – Fahnenwörter – Stigmawörter
  • Beiträge zur Geschichte einzelner ‚herausragender‘ Wörter.

 

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