S9: Sprache als Medium der Wissensvermittlung und der Wissensaneignung in allen Fächern

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Symposiumsleitung: Prof. Dr. Magdalena Michalak, Sabine Stephany, Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek (Köln)
Datum/Raum: Donnerstag, 20.09., und Freitag, 21.09., Raum 2.058

Donnerstag, 20.09.

09:15–10:45 Uhr Helmut Prechtl (Potsdam)
Fachsprache im naturwissenschaftlichen Unterricht
  Gabriele Kniffka (Freiburg) und Birgit Neuer (Karlsruhe)
Orientierung geben und finden – Möglichkeiten der Vermittlung von Sprache im Geographieunterricht
10:45 Uhr Pause
11:15 Uhr Plenarvortrag
12:15 Uhr Mittagspause
Führungen durch die Antikensammlung
13:30–15:00 Uhr Silke Ruwisch (Lüneburg)
Begründungsanforderungen im Mathematikunterricht der Grundschule
  Petra Heinrichs (Düren)
Der Philosophieunterricht im Dilemma? Sprachliche Anforderungen und sprachliche Förderung aus fachdidaktischer und unterrichtspraktischer Perspektive

Freitag, 21.09.

09:00–11:15 Uhr Maik Phillipp (Aarau)
Sprachlose Fächer? Probleme, Potenziale und Perspektiven der Lese- und Schreibförderung jenseits des Sprachunterrichts
  Barbara Schmidt-Thieme (Hildesheim)
Kugeln, Bälle, Sphären und Seifenblasen Mathematische Fachwörter im Varietätenkontinuum des Klassenzimmers
  Sven Oleschko (Essen)
Fachsprache Gesellschaftswissenschaften – Welche potentiellen sprachlichen Schwierigkeiten birgt der Geschichts- und Politikunterricht?
  Lena Heine (Bochum)
Sprachbewusstheit von Lehrerinnen und Lehrern der Sachfächer und Konsequenzen für die Lehrerausbildung
  Magdalena Michalak und Sabine Stephany (Köln)
Sprache als Medium des Lehrens und Lernens in allen Fächern: Desiderata und Ausblick

Beschreibung des Symposiums

Sprache ist für das Lehren und Lernen in jedem schulischen Fach unabdingbar, denn Wissen wird in jedem Unterricht mit Hilfe von Sprache vermittelt. Bei der Sprache des Unterrichts, oft als Bildungssprache bezeichnet, handelt es sich um eine besondere Varietät, die sich nicht nur deutlich von der Alltagssprache abgrenzt, sondern auch im Laufe der Schulzeit komplexer wird und sich von Fach zu Fach unterscheidet. Um fachliches Wissen zu erwerben und fachliche Inhalte in der deutschen Sprache mitzuteilen, müssen alle Schülerinnen und Schüler mit der Bildungssprache umgehen können. Für erfolgreiches Lernen in jedem Fach reichen ausschließlich alltagssprachliche Kompetenzen nicht aus. Insbesondere Schülerinnen und Schüler, die aus ihren Familien die Grundlagen für im Unterricht geforderte Sprach- und Denkmuster nicht in die Schule mitbringen, brauchen hier gezielte Unterstützung zur Entwicklung einer fachbezogenen Sprachkompetenz. Diese Unterstützung kann der Deutschunterricht alleine nicht leisten. Auf die sprachliche Spezifik der verschiedenen Unterrichtsfächer kann er nur in Ansätzen eingehen und vorbereiten. Denn es geht hier nicht nur um die Vermittlung von (Fach-) Wortschatz, sondern beispielsweise auch um die Arbeit an fachspezifischen Textmustern.Die Vermittlung von Sprach- und Fachwissen ist untrennbar und damit Aufgabe von Lehrkräften in allen Fächern. Wie eine Vermittlung von Sprach- und Fachwissen konkret umgesetzt werden kann und welche sprachlichen Anforderungen in den einzelnen Fächern gestellt werden, bleibt dabei vielfach noch ein Desiderat. Ebenso stellt sich die Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden des sprachlichen Lernens in bzw. zwischen allen Fächern und nach den Möglichkeiten des Transfers von Sprachkompetenzen. In der Vergangenheit zeigte sich eher ein Nebeneinander von linguistischer, psychologischer und (fach-)didaktischer Forschung. Zunehmend wird aber die Notwendigkeit zu interdisziplinärer Forschung erkannt; erste Ansätze einer Zusammenarbeit liegen vor.Ziel des Symposions ist es, den Dialog der Vertreter aller Fächer zu intensivieren. Experten aus verschiedenen Fachbereichen kommen zusammen, um über den Forschungsstand in ihrem Feld zu berichten und mit Vertretern anderer Disziplinen zu diskutieren.Das Symposion ist für die gesamte Breite des oben abgesteckten Problemfeldes offen, theoretische wie empirische Beiträge aus unterschiedlichen Fachbereichen sind gleichermaßen willkommen.

Erwünscht sind insbesondere Beiträge zu folgenden Themenfeldern:

  • fachspezifische und fachübergreifende sprachliche Anforderungen
  • Möglichkeiten und/oder Grenzen der Vermittlung von Sprache im Fachunterricht
  • Qualifizierung von Fachlehrkräften und Lehramtsstudierenden hinsichtlich der sprachlichen Anforderungen im Fachunterricht und der daraus entstehenden Schwierigkeiten, Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Deutsch- und anderen Fachlehrkräften.
 

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