W2: Sprecherziehung. Spricht man, wie man schreibt – schreibt man, wie man spricht?

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Leitung: Stefan Rieger (Erlangen-Nürnberg)
Anmeldung bei: post@stefanrieger.de

Dienstag, 18.09.2012, Kochstr. 4, Raum 00.4, 11:00 bis 13:00 Uhr

Wo liegt der Unterschied in der Aussprache von „der hält“ vs. „der Held“ oder von „Toleranzen“  vs. „tolle Ranzen“? Warum schreiben wir „Europa“ statt „Oöroopa“?

Wie spricht man richtig „richtig“? Es gibt unzählige Ausspracheregeln und Werke, in denen solche Regeln festgehalten sind. Und doch scheiden sich auch da die Geister der Wissenschaft. Kann man es überhaupt so genau festlegen und notieren? Und: Halten wir uns im Alltag daran?

In diesem Workshop soll anhand konkreter Übungen ganz praktisch die Aussprache des Hochdeutschen erfahrbar werden. Minimale Unterschiede schon können entscheidend sein für Verständlichkeit und Sinn. Je genauer wir artikulieren, je genauer wir körperlich wissen, wie die Klänge unserer Sprache produziert werden, desto präziser können wir uns dem anderen mitteilen und werden verstanden.

Der Workshop wird sich ebenso mit der Stimme (Stimmlage, -kraft, effektives Einsetzen des Atems) beschäftigen, da sie einen erheblichen Anteil am Sprechen hat. Weiter werden Sprechtempo und -lautstärke der einzelnen Teilnehmer untersucht, um die Wirkung dieser Merkmale des Sprechens kennenzulernen. Schließlich werden auch die „Untertöne“ beleuchtet, die Sprache erst zum Sprechen werden lassen.

Stefan Rieger – ausgebildeter Schauspieler und seit einigen Jahren Dozent für Sprecherziehung an der Universität Erlangen – berichtet zwischen den Übungen von den Erfahrungen aus dem Beruf und mit Studenten.

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